Seminarreader Nachhaltiges Investieren

Nach langem Formatieren und Kommunizieren ist er nun endlich da: Der Reader zum Projektseminar „Die Universität Kassel als nachhaltige Investorin“, das im Sommersemester 2017 am Fachgebiet Corporate Finance von Prof. Klein durch Tobias Bauckloh und Samuel Drempetic angeboten wurde.

Deckblatt SeminarreaderDie Idee des Readers ist, die Ergebnisse des Seminars auch Menschen zur Verfügung zu stellen, die nicht daran teilnehmen konnten. Dazu gehören die im Rahmen der Reihe „Nachhaltige Geldanlagen in der Praxis“ gehaltenen Vorträge, Diskussionspunkte und die Ausarbeitungen der beiden Projektgruppen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit Stiftungen im Umfeld der Universität Kassel, die andere mit einem Divestment der Stadt.

Der ausführliche Bericht der letzten Gruppe kann hier eingesehen werden: Projektbericht Nachhaltige Anlagerichtlinie Stadt Kassel . Eine Kurzversion, die nur das Konzept enthält, ist ebenfalls verfügbar: Konzept Nachhaltige Anlagerichtlinie Stadt Kassel

Besonderer Dank gilt Prof. Christian Klein, Tobias Bauckloh und Samuel Drempetic vom Fachgebiet Corporate Finance, sowie allen Vortragenden, Projektteilnehmenden und Gästen.

Viel Freude bei der Lektüre! Anregungen werden gerne entgegen genommen.

Wir freuen uns, wenn der Reader fleißig verwendet und verteilt wird.

Konzept zur Implementierung einer Nachhaltigen Anlagerichtlinie für die Stadt Kassel – Abschluss des Projektseminars

Im Rahmen des Projektseminars „Die Universität Kassel als nachhaltige Investorin“, das im Sommersemester 2017 am Fachgebiet Corporate Finance von Prof. Klein durch Tobias Bauckloh und Samuel Drempetic angeboten wurde, entstand die Projektarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines Konzepts zur Implementierung einer Nachhaltigen Anlagerichtlinie für die Stadt Kassel“.

Die 5-köpfige Projektgruppe, darunter auch Aktive der Initiative Divest Kassel, befasst sich in der Arbeit zunächst mit den Grundlagen nachhaltiger Geldanlagen (SRI = Socially Responsible Investing) sowie dem Status Quo der städtischen Finanzanlagen in Kassel. Das Herzstück des Berichts ist das erstellte Konzept, das für die Stadt Kassel einen Fahrplan vorschlägt, um eine nachhaltige Anlagerichtlinie umzusetzen. Abschließend werden Herausforderungen auf diesem Weg identifiziert. Die Erkenntnisse beruhen auf Literaturrecherchen, Erfahrungen aus dem Divestment anderer Institutionen sowie einem Expertininterview.

Der Bericht kann hier eingesehen werden: Projektbericht Nachhaltige Anlagerichtlinie Stadt Kassel

Eine Kurzversion, die nur das Konzept enthält, ist ebenfalls verfügbar: Konzept Nachhaltige Anlagerichtlinie Stadt Kassel

Möglicher Entwicklungspfad einer nachhaltigen Anlagerichtlinie

Eine andere Projektgruppe arbeitete während des Seminars zu den Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlagen der Stiftungen im Umfeld der Uni Kassel.

In Kürze wird ebenfalls ein Seminarreader erscheinen, der die Ergebnisse zusammenfasst, sowie Überblick über die ebenfalls im Seminar abgehaltene Vortragsreihe „Nachhaltige Geldanlagen in der Praxis“ geben wird.

Nächste Schritte für das Divestment in Kassel – Bericht vom Strategietreffen 23.09.2017

Am 23. September haben wir uns den ganzen Samstag Zeit genommen, um über die Zukunft der Kampagne zu beraten. Da das im Frühjahr schon so gut geklappt hat, haben wir dieses Format also bereits zum zweiten Mal genutzt, um die nächsten Schritte für unsere Kampagne zu planen. Über die Sommerpause (in der wir natürlich nicht untätig waren) hat sich so einiges angesammelt. Im Alltag gibt es oft viele lose Fäden, die wir parallel bearbeiten, aber manchmal fehlt Raum für den weiteren Blick in die Zukunft. Deshalb war es uns wichtig, in angenehmer Atmosphäre wieder einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze in den Blick zu nehmen.
Folgende Fragen haben wir mit in das Treffen genommen:
  •     Wie geht es weiter mit der Stadt-Kampagne?
  •     Wie geht es weiter mit der Uni-Kampagne?
  •     Welche Schwerpunkte wollen wir zukünftig setzen?
  •     Welche Verbündete haben wir? Wie können wir unser Netzwerk erweitern und besser nutzen?
  •     Welche Hürden sehen wir? Wie können wir diese überwinden?
  •     Welche Aktionen machen strategisch zu welchem Zeitpunkt Sinn?
  •     Wie können wir Menschen für die Thematik interessieren?
  •     Wie fühlen wir uns gerade in der Gruppe und mit unseren Aufgaben?
  •     Wie können wir mehr Aktive für die Gruppe gewinnen?

Ines und Arvid diskutieren noch über den Zeitplan.

Nach einer Befindlichkeitsrunde (Wie komme ich gerade hier an?) sprachen wir zunächst über uns als Gruppe. Vieles gefällt uns an unserer Arbeit(sweise), wir finden aber auch noch Dinge, die wir gerne verbessern würden. Dazu zählt auch die Kommunikation des doch etwas komplexeren Themas an die Öffentlichkeit und die Ansprache von Interessierten. Anschließend haben wir uns gegenseitig auf den letzten Stand die Uni und die Stadt betreffend gebracht, denn bei den vielen losen Enden kann mensch leicht schon einmal den Überblick verlieren. Gut, dass das kollektive Gedächtnis bestens funktioniert und wir gemeinsam alle relevanten Infos zusammentragen konnten. Für die Uni haben wir nach längerem Nachhaken nun die Info bekommen, dass die Pensionen der Beamt*innen vom Land Hessen verwaltet werden. Für den Landespensionsfonds gelten „eigentlich“ Nachhaltigkeitskriterien, aber Recherchen haben ergeben, dass diese nicht ausreichend sind. Denn das Vermögen ist u.a. auch in Unternehmen investiert, die an der umstrittenen North Dakota Access Pipeline (NDAPL) beteiligt sind. Hier besteht also noch erheblicher Handlungsbedarf! Wir haben uns allerdings dafür entschieden, uns in Kassel zunächst einmal auf die Stadt zu fokussieren, da wir unseren Einfluss größer wahrnehmen. Von Seiten der Stadt wurden bislang allerdings alle Gesprächsversuche abgeblockt, lediglich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt uns bislang in unserem Anliegen. Dennoch war es bereits interessant und hilfreich, mit verschiedenen Stellen im Rathaus in Kontakt zu kommen. Darauf aufbauend haben wir dann eine Stakeholder-Analyse der Strukturen im Rathaus gemacht – welches sind die Akteure, wer hat wie viel Einfluss, wer ist unseren Zielen zugeneigt, wer eher abgeneigt?

Beim Erstellen der Stakeholder-Analyse.

Die Köpfe rauchten – also erstmal Zeit für einen kleinen Mittagssnack in der Sonne. Bevor die Mittagsträgheit einsetzte, machten wir uns dann wieder an die Arbeit und erarbeiteten einen Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate. Die nächsten Ziele werden sein, ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister und Kämmerer in Personalunion, Herrn Geselle (SPD) zu führen, mehr Informationen über die Lage der Finanzen der Stadt Kassel herauszufinden und weitere Verbündete in der Verwaltung und in der Stadtverordnetenversammlung zu gewinnen. Nach diesem sehr auf Lobbyarbeit ausgerichteten Part widmeten wir uns dann der Öffentlichkeitsarbeit, da diese ja einen wichtigen Teil unserer Aktivitäten ausmachen. All die Gespräche und Erkenntnisse sind ja dafür da, das Thema Klimaschutz und ethisches Investment ins Bewusstsein zu rufen, weshalb wir immer wieder neue Wege suchen, öffentlich in Erscheinung zu treten. Das große Brainstorming für Aktionsideen hat viel Spaß gemacht und wir freuen uns, diese in die Tat umzusetzen.
So können wir auch schon die nächsten Termine ankündigen, bei denen wir zu finden sind:
  • 25.10., 10 – 16 Uhr, CampusCenter am Hopla: Markt der Möglichkeiten
  • 02.11., 18 Uhr, Café desasta (Arnold-Bode-Straße 6): Kick-Off der Kampagne im neuen Semester. Schnuppertreffen für Neue!
Aus der Bewegung:
  • 06.-17.11.: Klimakonferenz COP23 in Bonn
Das Strategietreffen hat uns auf jeden viel Spaß gemacht und bringt frische Motivation in die Gruppe – jetzt sind wir gewappnet für die nächsten Schritte. Divest Now!
Für ausführlichere Antworten auf die Fragen kontaktiert uns gerne oder kommt zu unserem Kick-Off-Meeting am 02.11.! Wir freuen uns auf euch.

Auch wir sind ein Akteur in der Stadtgesellschaft!

Eure Negativkriterien beim Waschbär Open Air

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Hier haben wir eure Vorschläge für Ausschlusskriterien gesammelt - danke für eure Beiträge!

Hier haben wir eure Vorschläge für Ausschlusskriterien gesammelt – danke für eure Beiträge!

Am 08.06.2017 fand auf dem Campus am Holländischen Platz das Waschbär Open Air statt, ein vom AStA organisiertes Straßenfest. Auch wir waren vertreten und haben an unserem Stand fleißig eure Vorschläge gesammelt für Branchen/Firmen aus denen Uni und Stadt divesten sollten. Hier eine kleine Auswahl: RWE, Kriegswaffen, Kinderarbeit, Atomenergie, Tierversuche…Danke für eure Beteiligung!

Übrigens: Am Mittwoch, den 05.07.2017 wollen wir von 13 – 18 Uhr die Aktion am Königsplatz weiterführen und das bunte Bild weiter füllen. Kommt gerne vorbei und bringt neue Menschen mit!