Hintergrundinfos vorherige Kampagne: Uni Kassel

Unsere letzte Kampagne hatte zum Ziel, die Finanzanlagen der Universität zu desinvestieren. Das hat sich leider schwieriger gestaltet, als gedacht, sodass wir nach einigen Gesprächen mit der Unileitung auf unser neues Ziel umgeschwenkt sind – die Pensionsrücklagen der Stadt.

Doch von vorn. Im Finanzbericht der Uni für das Jahr 2015 ist neben einigen irrelevanten (weil nur durch Immobilien gedeckten) Rücklagen und Rückstellungen der Posten „Wertpapiere des Anlagevermögens“ bei 2,388 Mio. € angesetzt. Im Laufe des letzten Jahres wurde aber der allergrößte Teil davon ohnehin von der Uni abgestoßen – ein 2,3 Mio. € schwerer Pfandbrief bei der Sparkasse Schwalm-Eder. Im neuen Jahresbericht für 2016 sind demnach auch nur noch 88.000 € Wertpapiere des Anlagevermögens vermerkt – im Vergleich zu anderen öffentlichen Institutionen also sehr wenig.

Es gibt darüber hinaus noch direkte Beteiligungen an einigen Unternehmen, die wohl aber direkt mit der Uni verbunden und damit von wenig Interesse sind sind (UniKims, SciencePark etc.):

  • 38.000 € Anteile an verbundenen Unternehmen
  • 81.000 € Beteiligungen

Ein großer Brocken ist in Kassel auf Landesebene abgewälzt: die Uni hat keinen eigenen Pensionsfond, stattdessen gibt es einen für alle Beamte und Angestellte des Landes Hessen – die „Versorgungsrücklage des Landes Hessen“ mit seinen über 2 Milliarden Euro an Anlagen, davon über 700 Mio. € direkt in teils problematischen Aktien investiert.

Darüber hinaus vermittelt die Uni an all ihre Mitarbeiter die Zusatzrentenversicherung der VBL. Solche Zusatzrenten werden in aller Regel in großen Fonds zusammengeführt und dominieren gar einige Bereiche des institutionellen Investments auf den Aktien- und Rohstoffmärkten. Wenn jemensch von euch Interesse oder Informationen zur VBL hat, meldet euch gerne bei uns!

Für uns geht es jetzt erstmal weiter mit unseren anderen Zielen!